Wenn Präzisionsarbeit Energie braucht, die keine Millisekunde ausfällt
Shownotes
In dieser Folge von WATTgoesON, dem elektrifizierenden Podcast für Unternehmen, spricht Moderatorin Kathrin Hanzl mit Herwig Fischer, Geschäftsführer von SGL Carbon in Österreich, über ein Unternehmen, dessen Produkte man nie sieht und ohne die trotzdem nichts läuft.
Über 25 Jahre Firmengeschichte, entstanden aus dem Skisport, heute Zulieferer für Porsche, Lamborghini und McLaren. Faserverbundwerkstoffe, die Fahrzeuge leichter machen und dabei höchsten Anforderungen standhalten müssen. Was auf den ersten Blick wie ein klassischer Produktionsbetrieb aussieht, ist in Wirklichkeit ein Unternehmen, für das Energie über Erfolg oder Ausfall entscheidet.
An den beiden oberösterreichischen Standorten Ried und Ort im Innkreis verbraucht die Produktion bis zu 10 Gigawattstunden Strom im Jahr. Schon eine Millisekunde Stromausfall reicht, damit flüssiger Kunststoff in den Leitungen aushärtet und ein kaum zu beziffernder Schaden entsteht. Herwig Fischer erklärt, wie SGL Carbon gemeinsam mit Verbund seit 2020 Schritt für Schritt in die eigene Stromproduktion eingestiegen ist, mittlerweile rund 15 % des Bedarfs über Photovoltaik selbst deckt und warum Autarkie dabei nicht nur eine Kostenfrage, sondern vor allem eine Frage der Versorgungssicherheit ist.
Eine Folge über unsichtbare Präzisionsarbeit, Energie als Wettbewerbsfaktor und die Frage, wie ein Industriestandort Versorgungssicherheit zur Betriebsstrategie macht.
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00:00:00: Es ist nicht nur die Kundenanforderung, hier eine gewisse Autonomie und Autarkie zu schaffen.
00:00:05: Vor allem auch im Bereich der Energie.
00:00:06: Das ist in unserer DNA.
00:00:08: Und das tut ihr!
00:00:20: Herzlich willkommen bei What Goes On, dem elektrifizierenden Podcast für Unternehmen.
00:00:26: Wir sprechen heute über ein Unternehmen, dessen Produkte unter anderem in Porsche, Lamborghini oder auch McLaren verbaut sind und die wenigsten wissen tatsächlich davon.
00:00:36: Verbundwerkstoffe von SGL Carbon erfüllen höchste Anforderungen – meist unsichtbar aber immer entscheidend!
00:00:46: Bei SGL läuft im Hintergrund derzeit eine tiefgreifende Transformation.
00:00:51: Zwei Produktionsstandorte in Oberösterreich werden aktuell schon mit einer neuerbaren Strom geführt, es gibt zum Beispiel PV-Dächer die den Eigenstrom erzeugen.
00:01:01: Es gibt PVK Boards.
00:01:03: diese bieten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit ihre Autos zu laden.
00:01:08: Und das ist alles erst der Anfang.
00:01:11: Nur wie trifft man strategische Energieentscheidungen, wenn Produktionssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Kundenanforderungen zeitgleich auf dem Spiel stehen?
00:01:21: Genau darüber spreche ich heute mit dem Geschäftsführer von SGL Carbon in Österreich.
00:01:25: Herzlich willkommen Herr Wegfischer!
00:01:26: Hallo Katrin, schön dass du da bist.
00:01:28: Wir sind ja heute an einer dieser zwei Produktionen Standorte produziert, einerseits in Ried im Innkreis und in Ort im Innkreis.
00:01:37: Das sind wir heute hier!
00:01:38: Bevor wir jetzt tiefer in die Thematik eintauchen... Was macht ein SGL-Kabo genau?
00:01:43: Welche Produkte können wir dann im Alltag finden?
00:01:46: Also uns gibt es seit über fünfundzwanzig Jahren wie du sagst.
00:01:50: Riedeminnkreis ist die Keimzelle dort wo alles begann entstanden aus Fischer Sports also bekommen aus dem Ski sind dann sehr, sehr stark gewachsen und haben hier im Inkreis Bauen ein zweites Werk dürfen.
00:02:08: Wir stellen Faserverbundwerkstoffe für die Automobilindustrie her in den Produktfamilien Außenhautbauteile also alles was man am Fahrzeug sehen kann.
00:02:18: so begegnen wir dir oder euch auch im Alltag.
00:02:22: Wir stellen aber auch Strukturbauteile her, die sieht man nicht.
00:02:25: Die sind im Inneren des Fahrzeugs.
00:02:27: Wir haben aber auch Komponenten im Dunstkreis des Batteriekastens.
00:02:31: also für die Elektromobilität sind wir gewappnet und bringen die richtigen Komponente und Bauteile mit.
00:02:37: Warum spielt denn das Thema Energie für euch so eine zentrale Rolle?
00:02:40: Hast du dein konkretes Beispiel wie energieintensiv die Produktion hier am Standard ist?
00:02:45: Also die Energie ist für uns ein wesentlicher Produktionsfaktor und auch ein wesentlicher Kostenfaktore.
00:02:51: klarerweise Wir sind, wie du hier siehst sehr anlagenintensiv.
00:02:56: Wir haben sehr viele thermische Prozesse und auch einen hohen Automationsgrad.
00:03:01: all das verlangt natürlich nach viel Energie und vor allem nach viel elektrischer Energie.
00:03:06: also wir sprechen an den beiden Standorten von Jahresbedarfen bis zu zehn Gigawatt Stunden.
00:03:11: Das ist nicht unerheblich.
00:03:12: Es ist jetzt nicht vergleichbar mit der Stahl oder Aluminium Erzeugung aber es ist sehr signifikant und für uns ein sehr wichtiger Kostenfaktor.
00:03:21: Und genau deswegen ist es für uns auch entscheidend hier eine gewisse Autonomie und Autarkie zu schaffen.
00:03:28: Nicht zuletzt, deswegen haben wir die Schritte gesetzt gemeinsam mit dem Verbund in Richtung Eigenstrom
00:03:34: erzeugen.".
00:03:36: Es
00:03:53: gibt natürlich sehr viele Kundenforderungen nach hundert Prozent grünem Strom, nach relativ hohen Recyclingquoten.
00:04:00: Wir beliefern – du hast das Eingangs gesagt – die namhaften OEMs im Automobilbereich sind sehr, sehr fordernd uns gegenüber.
00:04:07: aber wir haben schon viel früher damit begonnen Strom aus Hundert Prozent erneuerbaren Energiequellen zu sourcen gemeinsam mit dem Verbund weil es uns ein intrinsisches Anliegen war Wir stellen Leichtbaukomponenten her, um Fahrzeuge leichter zu machen.
00:04:22: Damit die weniger CO-Emitzieren.
00:04:25: Also es liegt schon auch in unserer DNA solche Schritte zu gehen.
00:04:29: Es ist nicht nur die Kundenanforderung, die das notwendig
00:04:32: macht.".
00:04:33: Das
00:04:33: heißt – Ist die Nachhaltigkeit und das Thema mit den CO-Zwei-Bilanzen auch eine konkrete Anforderungen, die einen großen Ausschreibungen zu finden?
00:04:40: Oder sprechen wir dort doch eher von einem
00:04:41: Ramthiner?".
00:04:42: Nein!
00:04:43: in den Lastenheften der Kunden so mit Trennen und Grundvoraussetzung, um überhaupt anbieten zu dürfen.
00:04:51: Aber wie gesagt das ist nur die eine Seite der Medaille.
00:04:54: es ist uns schon auch persönlich sehr wichtig und ein großes Anliegen dass wir nachhaltig arbeiten und dass wir vor allem Strom aus erneuerbaren Energiequellen haben im besten Fall selbst produziert hier vor Ort in Ort.
00:05:08: Und wann war das?
00:05:10: im Meer zu machen.
00:05:11: Du hast gemeint, das war intrinsisch motiviert.
00:05:14: von welchem Jahr sprechen wir da?
00:05:15: Wie lange macht ihr das schon?
00:05:16: Also Strom aus hundert Prozent erneuerbaren kaufen tun wir seit weit mehr als zehn Jahren die.
00:05:23: den Schritt in Richtung Eigenproduktion auf Dach PV haben wir im Jahr zwanzig-zwanzig getroffen und haben uns jetzt über die verschiedenen Erweiterungsstufen ein System geschaffen dass wir in Ried und Ort circa fünfzehn Prozent von unserem gesamten Strombedarf autark selbstständig abdecken können.
00:05:42: Herkunft vom Strom spielt eine zentrale Rolle, ist super wichtig wie ich auch höre für eure Kunden.
00:05:48: was wäre dann jetzt?
00:05:49: Was würde passieren wenn ihr sagt das ist uns alles egal?
00:05:52: Dann wird man vielleicht billigen Strom aus Kohlekraft kaufen.
00:05:55: Das tun wir natürlich nicht.
00:05:57: und wie gesagt nicht nur wegen der Kundenanforderungen sondern weil wir auch hier Vorbild sein wollen in der Region Weil wir auch ein Arbeitgeber sein wollen Der auf Nachhaltigkeit setzt und dass nicht nur irgendwo sich auf die Fahnen geschrieben hat, sondern das auch täglich lebt.
00:06:12: Und was tun wir?
00:06:13: Also es ging da gerade am Anfang um die Werte, dass die hier mittransportiert werden.
00:06:17: Ging's da aber am Anfang auch bei den Überlegungen um die Kosten zum Beispiel oder um Planungssicherheit?
00:06:23: Natürlich!
00:06:24: Am Ende ist das schon auch kostengetrieben.
00:06:27: Es geht um Versorgungssicherung und um Planungssicherheit natürlich auch um günstige Bezugsquellen für den Strom.
00:06:35: insofern ergibt es natürlich absolut Sinn den Strom selber zu produzieren und wir denken hier schon über die nächsten Schritte nach, aber ich denke da kommen wir dann noch drauf zu sprechen.
00:06:43: Ganz bestimmt!
00:06:44: Gab es bei den ersten Schritten auch interne kritische Stimmen oder Skepsis?
00:06:48: Menschen, die gesagt haben, das ist alles viel zu teuer, viel zu riskant, warum machen wir das eigentlich?
00:06:53: Im Konzern ja... Da geht's natürlich immer um Kosten, um Investitionen, die hinterfragt werden.
00:07:01: Aber über dieses Betreibermodell, über dieses Contracting-Modell, dass wir mit dem Verbund gemeinsam gewählt haben wurden diese Fragen sehr schnell beantwortet und die Zweifel ausgeräumt.
00:07:10: Nachdem das dann installiert war, war der Konzern auch sehr froh und vermarktete es in Deutschland sehr gerne als Werbemittel.
00:07:20: Was mich da schon interessiert, wie bist du oder wie seid ihr mit diesen skeptischen Stimmen umgegangen?
00:07:24: Mit welchen Argumenten kann man da kommen, um diese Personen zu überzeugen.
00:07:28: Ja genau!
00:07:28: Mit den Argumentem das die Investition in diesem Fall von verbunden getragen wurde und wir uns über einen sehr langen Zeitraum binden dass wir günstig Strom kaufen werden können, dass wir Versorgungssicherheit haben, dass es am Ende aus wirtschaftlicher Betrachtung keine Nachteile gibt Und natürlich auch aus Nachhaltigkeitsgedanken sehr, sehr positive Aspekte mit sich bringen.
00:07:51: und dieses Putpourrieren Argumenten hat am Ende die letzten Zweifler überzeugt im Konzern.
00:07:57: Im Unternehmen oder hier lokal gab es... wenig bis keine Gegenstimmen.
00:08:01: Das
00:08:01: ist jetzt schon mehrfach genannt, nämlich verbund als Partner.
00:08:05: Verbund hatte da so ein Gesamtkonzept mit Stromversorgung, PV und auch mit der Ladeinfrastruktur ohne da viel zu sehr technisch ins Detail zu gehen.
00:08:14: Was ist da?
00:08:15: die letzten paar Jahre passiert Schritt für Schritt um dort anzukommen wo ihr heute seid?
00:08:19: Wir haben im Jahr von dem Flaster in den ersten Dachflächen hier direkt über uns haben dann den nächsten Schritt gewagt in Riedemingkreis, also dort wo unser Stammwerk ist.
00:08:34: Haben da auch einiges tun müssen um die Dachkonstruktion zu stabilisieren damit es möglich ist.
00:08:41: Sondern dann in weiterer Folge wieder nach Ort gegangen haben hier die Zubauflächen mit TV ausgestattet und Last Partner List und das macht uns ganz besonders dankbar.
00:08:51: Haben wir jetzt auf den Mitarbeiter Parkplätzen Carports installiert wo PV-Anlagen mit drauf sind, wo wir dann auch den Mitarbeitern die Möglichkeit geben, günstigen Strom zu beziehen und die E-Fahrzeuge zu beladen.
00:09:06: Und ein zweiter positiver Aspekt ist natürlich dass wir dann die Fahrzeuge der Mitarbeiter vor Niederschlägen, vor Hagel, vor Schnee entsprechend schützen.
00:09:14: also Winwinwin Situation sozusagen und das haben wir gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen vom Verbund entwickelt muss ich schon auch ganz klar hier so sagen und das ist mir wichtig.
00:09:26: Wie wichtig ist es denn für ein Unternehmen wie euch, dass all diese Elemente aus einer Hand kommen wie dem Verbund?
00:09:32: Enorm wichtig weil es natürlich vieles erleichtert.
00:09:34: also am Ende des Tages machen ja Menschen Geschäfte miteinander und so ist es auch zwischen dem Verbund und uns.
00:09:42: Also es sind so in Summe eine Handvoll Player die hier mitmischen und da sind auf der Verbundseite sehr innovative Geister begegnet, die aber auch schon lange dabei sind.
00:09:53: Also das Thema Kontinuität ist auch wichtig genauso auf unserer Seite.
00:09:57: also wir sind alle Entscheidungsträger recht langjährig mit dabei.
00:10:02: insofern ist uns das Thema ganz ganz wichtig dass die Leute einander kennen, einander schätzen und vor allem einander vertrauen weil am Ende die Leute des Geschäfts machen nicht Verträge und nicht Unternehmen.
00:10:13: Absolut kann ich unterschreiben, so Investitionen wie diese sollen sich ja nicht nur ökologisch rechnen sondern vor allem auch ökonomisch.
00:10:20: Wie zeigt sich das bei euch in den Zahlen?
00:10:22: Jetzt habe ich vorher erwähnt wir stellen circa fünfzehn Prozent des Gesamtbedarfs selber her und es ist natürlich eine signifikante Kosten Ersparnis.
00:10:31: wenn man sie vergegenwärtigt dass wir je nach Auslastung bis zu zehn Gigawatt Stunden Strom im Jahr verbrauchen, dann wären ein Prozent fünf Gigawattstunden.
00:10:41: Und ohne jetzt über Strompreise zu reden kann man sich circa vorstellen dass das ein signifikantes Sümmchen ist.
00:10:46: Das nehmen wir natürlich sehr gerne mit.
00:10:48: es gibt ja viele Standortproduktionsfaktoren wo wir in Österreich nachteilig sind, seien es Lohn- oder Gehaltskosten seien Materialkosten.
00:10:59: deswegen schauen wir natürlich vor allem auch im Bereich der Energie dass wir so sparsam wie möglich damit umgehen nicht nur im Zukauf sondern natürlich auch im Verbrauch.
00:11:09: Und was sagen denn eure Kundinnen und Kunden dazu, dass ihr da ökologisch so gut aufgestellt seid?
00:11:13: Die hören das natürlich sehr gerne ist klar mein Stück weit vorderndes auch.
00:11:18: aber sie hören das gerne und wir nehmen das ja ganz proaktiv in unsere Argumentation mit auf.
00:11:24: Wir nehmen das in Verhandlungsgespräche mit wobei am Ende des Tages unser Geschäft recht unromantisches geht um den Euro.
00:11:31: wenn man teurer ist als der Mitbewerb dann wird es ganz schwierig auch mit solchen Argumenten zu reagieren.
00:11:36: Deswegen sage ich, es ist in unserer DNA und deswegen machen wir das auch wenn der Kunde vielleicht jetzt nicht bezahlt im Sinne von... Euro pro Bauteil.
00:11:46: Batteriespeicher
00:11:46: sind also auch ein Thema für euch, wir haben ja aktuell einen warren Batterieboom in der Industrie den wir hier erleben.
00:11:53: wie wichtig ist denn in der Produktion die Batterie so ein Batteriesspeicher für euch?
00:11:57: Ich denke mir da geht es doch auch um die Versorgungssicherheit nicht?
00:12:00: Absolut!
00:12:00: Es geht um Versorgungssicherheit und allem voran um Ausfall-Sicherheit.
00:12:04: Wir hier haben Riesenproblem wenn der Strom kurz ausfällt und wenn's nur für Millisekunden ausfüllt dann Bleiben unsere Anlagen stehen, wir verarbeiten sehr viel flüssigen Kunststoff hier.
00:12:16: Wenn die Anlagen ausfallen und der Kunststoff nicht mehr beheizt ist dann härten diese Systeme in den Leitungen aus.
00:12:22: Der Schaden kann ins Unermessliche gehen.
00:12:25: also insofern diese Sicherheit selber zu haben würde uns definitiv ruhiger schlafen lassen.
00:12:30: Wenn wir da jetzt auch schon über neue Technologien sprechen interessiert mich auch wird es die KI in Zukunft im Energiemanagement auch eine Rolle spielen?
00:12:37: Definitiv!
00:12:39: Das wird natürlich hauptsächlich die Aufgabe auf der Verbundseite sein, hier intelligente Systeme zu finden und ich bin fest davon überzeugt das KI hier zum Einsatz kommen muss.
00:12:49: Am Weg zu diesem Drehort hierher bin ich jetzt durch die gesamte Produktionshalle gegangen und bin ehrlicherweise aus dem Staunen nicht hinausgekommen.
00:12:56: Ich habe auch da oder dort ziemlich spannende Geräte gesehen.
00:12:58: unter anderem ist es die Robotik groß im Einsatz?
00:13:01: Absolut!
00:13:01: Es ist ein riesen Thema für uns.
00:13:03: Der Automationsgrad ist sehr hoch geworden in den letzten Jahren vor allem hier am Standort wo wir hauptsächlich Großserien-Applikationen machen.
00:13:12: Es begann ja alles vor circa fünfundzwanzig Jahren in Ried dort sehr, sehr großen Manufakturcharakter, sehr viele Hände sind involviert um die Bauteile herzustellen, sehr viel manuelles Geschick ist erforderlich.
00:13:26: hier in der Großerie geht es natürlich um hohe Stückzahlen und natürlich darum die sehr effizient und kostengünstig herzustellt.
00:13:33: nicht zuletzt deswegen sind wir auch sehr anlagenintensiv und haben auch sehr viele Roboter im Einsatz.
00:13:40: Um dir ein Beispiel zu geben, wir haben vollverkettete Linien die von drei Mitarbeitern pro Schicht betrieben werden wo wir über das ganze Jahr hinweg bis zu fünfhunderttausend Plattfedern produzieren ohne dass einer dieser drei Mitarbeiter Projekte wirklich Hand am Produkt anlegt.
00:13:58: also es sind EHR Maschinen Führer und Systembetreuer in den Schichten als tatsächlich Produktionswerker stellt natürlich den hohen Automationsgrad dar und das erklärt auch, warum wir so energieintensiv sind.
00:14:13: Und warum diese Thematik der eigenen Energieproduktion für uns immer nendwichtig ist?
00:14:18: Ich höre schon durch mit dem Thema Energie.
00:14:20: Das seid ihr noch nicht am Ende angekommen.
00:14:22: da steht sicher noch einiges am Programm.
00:14:25: Wo siehst du denn SGL Carbon in Österreich in fünf bis zehn Jahren was das Thema Energie betrifft?
00:14:30: ich
00:14:30: gehe fest davon aus dass wir Speichermöglichkeiten haben werden Auch fest davon aus, dass wir sehr intelligente Prozesse, Möglichkeiten und Verfahren installiert haben werden in fünf Jahren.
00:14:43: Wie und wann wir Strom einspeisen?
00:14:46: Wie und wenn wir ihn selber benutzen?
00:14:48: Und wie und wann Wir ihn speichern?
00:14:50: Wenn
00:14:50: du einem Kollegen oder einer Kollegin in der Geschäftsführung eines Industrieunternehmens einen Rat hinsichtlich Energie geben konntest... Welcher wäre das?
00:14:58: Sätze auf Autarkie, auf Selbstbestimmtheit.
00:15:02: Das ist nicht nur im Bereich Energie sehr lobenswert und empfehlenswert, sondern im gesamten Geschäftsgebahn aber ganz besonders im Bereich der Energie.
00:15:12: Um hier Planungssicherheit und Versorgungssicherung zu schaffen.
00:15:15: Zum Schluss unserer heutigen Episode darf ich dir noch eine sehr persönliche Frage stellen Was bedeutet das denn für dich die Energie- und Mobilitätswende aus eigener Kraft voran zu treiben?
00:15:24: Allen voran ist es mir persönlich wichtig in einem produzierenden Unternehmen zu arbeiten.
00:15:30: Ich bin ein sehr haptischer Typ, also ich tue mir schwer mit Dienstleistungen die ich nicht greifen kann.
00:15:35: Also mir ist es persönlich ein Produkt herzustellen und zu entwickeln dass er am Ende angreifen kann und das im besten Fall auch noch geil ist.
00:15:43: Excuse my French!
00:15:44: Und das tun wir hier.
00:15:46: Wir stellen Leichtbau Komponenten her, die auch Automobile leichter machen und nachhaltiger machen und das ist mir auch persönlich ganz wichtig CO² einzusparen nicht nur mit unseren Produkten, sondern auch mit der Produktion hier am Standort.
00:16:00: Damit wir irgendwann unseren Kindern eine bessere oder eine mindestens so gute Welt übergeben können wie wir sie vorfinden durften.
00:16:07: Herzlichen Dank für das offene Tiefkindergespräch, Javik.
00:16:10: Vielen herzlichen Dank, Katrin!
00:16:11: SGL Carbon baut Verbundwerkstoffe die unter extremen Bedingungen funktionieren müssen langlebig, präziser und zuverlässig.
00:16:19: Genau jene Komponenten werden unter anderem hier am Standort mit erneuerbaren Strom produziert.
00:16:25: Gemeinsam mit Verbund ist ein Gesamtkonzept entstanden das heute schon funktioniert und der Standard von morgen ist Denn wer in der Industrie wettbewerbsfähig bleiben will Der muss und sollte Energie heute schon für morgen denken.
00:16:41: Herzlichen Dank an Sie, liebe Zuförerinnen und Zuseher.
00:16:44: Ihnen fürs dabei sein!
00:16:45: Begleiten sie uns weiterhin auf unsere Reise zur Mobilitäts- und Energiewende.
00:16:50: Bis zum nächsten Mal bei Watt Goes On.
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