Strom, Sicherheit, Strategie: Wie der Flughafen Wien sein Energiesystem neu denkt

Shownotes

In dieser Folge von WATTgoesON, dem elektrifizierenden Podcast für Unternehmen, spricht Moderatorin Kathrin Hanzl mit Julian Jäger, Joint CEO der Flughafen Wien AG und Präsident der Aviation Industry Austria, über den Flughafen Wien als energieintensiven 24/7-Infrastrukturstandort und die strategische Transformation seines Energiesystems.

Wie gelingt es, einen Standort mit dem Energiebedarf einer Stadt effizienter zu betreiben? Welche Rolle spielen Photovoltaik, Eigenstromproduktion und intelligentes Energiemanagement im laufenden Flughafenbetrieb? Und wie lassen sich wirtschaftliche Effizienz, Versorgungssicherheit und CO₂-Reduktion miteinander verbinden?

Im Gespräch geht es um den hohen Energiebedarf eines Flughafens, die deutliche Senkung des CO₂-Ausstoßes und die Frage, wie Photovoltaik, Eigenstrom und intelligentes Energiemanagement im laufenden Betrieb zusammenspielen. Außerdem werden die Elektrifizierung am Vorfeld und zentrale Zukunftsthemen wie Speichertechnologien und Sustainable Aviation Fuels eingeordnet.

Eine Folge über Energie auf Stadtniveau, ökonomisches und ökologisches Denken, Infrastruktur im Dauerbetrieb und darüber, wie der Flughafen Wien Schritt für Schritt zur eigenen Energiequelle wird.

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00:00:00: Hier verbindet sich wirklich ökonomisches Denken mit ökologischem Denken und das ist sehr erfreulich, glaube ich.

00:00:05: Als wir übernommen haben hat mir siebenhundert Millionen Schulden der erste Treiber aber sicherlich auch das wirtschaftliche Denken hier kosten zu senken.

00:00:12: Letztendlich sind es ganz viele kleine Einzelmaßnahmen und da freue ich mich, dass ich da ein Teil davon sein kann!

00:00:34: Heute sprechen wir über einen der energieintensivsten und zugleich sensiblesten Infrastrukturstandorte Österreichs, den Flughafen Wien.

00:00:42: Ein Flughafen ist ein twenty-four seven Betrieb mit höchsten Anforderungen an Versorgungssicherheit, Effizienz und langfristiger Planung.

00:00:50: Gleichzeitig stehen Themen wie Photovoltaikausbau, CO² Reduktion und auch alternative Energieträger zunehmend im strategischen Fokus.

00:01:00: Und genau darüber spreche ich heute mit Julian Jäger.

00:01:03: Er ist der Joint CEO der Flughaf Wiener G. und Präsident der Aviation Industry Austria.

00:01:08: Herzlich willkommen Julian!

00:01:10: Vielen Dank für die Einladung.

00:01:11: Wir befinden uns heute hier am Tower, am Flughafen Wien.

00:01:14: Das ist der höchste Tower Europas.

00:01:15: Dementsprechend grandios ist auch der Ausblick über das gesamte Flughafenaarial.

00:01:20: Ein Flughafl ist ja quasi wie eine eigene Stadt in sich.

00:01:24: Wie steht es denn da und den Energiebedarf?

00:01:27: Wie hat er sich in den letzten Jahren verändert?

00:01:29: Und wer ist heute so der größte oder die größten Verbraucher am Standort?

00:01:33: Ja tatsächlich!

00:01:34: Wir sind eine kleine Stadt.

00:01:36: Wir haben hier dreißig Millionen Passagiere, im letzten Jahr waren sogar zueinunddreißig ein halb Millionen Passagieren.

00:01:42: Wir haben über zweiundzwanzig tausend Beschäftigte am Standort und wir sind den vierundzwanzig Stunden Betrieb sieben Tage die Woche.

00:01:50: Das heißt das Leben spielt sich hier wirklich dauernd ab.

00:01:54: Wir auch einen Energiebedarf wie Eine Stadt.

00:01:58: Aktuell verbrauchen wir hundertsechzig Gigawattstunden pro Jahr, das ist in etwa das was siebenundvierzigtausend Haushalte verbrauchten.

00:02:08: also insofern sind wir gar keine kleine Stadt.

00:02:10: Wir haben aber unseren Energieverbrauch in den letzten zehn fünfzehn Jahren schon deutlich reduziert und der CO-Zwei Ausstoß ist um rund siebzig Prozent in diesem Zeitraum gesunken insbesondere natürlich durch Alles was die Terminals verbrauchen.

00:02:27: Also sozusagen im Sommer, die Kühlung, die immer wichtiger wird muss man auch sagen in Winter das Heizen und hier haben wir doch ein besseres Management aber auch durch viele Investitionen in die Infrastruktur hier es geschafft den Energieverbrauch deutlich zu senken.

00:02:43: Und da sind die größten Verbraucher, sind die die Kühlungsanlagen, sind Die Anlagen die am Vorfeld Hier auch die Flugzeuge mit Strom versorgen und die Sachen natürlich, die Wärmeversorgung des ganzen Standards.

00:02:58: Zu

00:02:58: welchem Zeitpunkt wurde dann klar wir müssen da jetzt mehr machen?

00:03:01: Es geht nicht nur noch um das operative Energiemanagement sondern dass... die Energie austrategisch verankert werden muss.

00:03:07: Energiekosten senken, Energiesparen war eigentlich sozusagen von Beginn weg ein Thema.

00:03:13: also das hat vor rund fünfzehn Jahren eben begonnen sich dann intensiviert und dann ist man glaube ich schon relativ früh vor allem in unserem Baubereich die auch sozusagen für die Ferien der Entsorgung zuständig sind hier glaube ich sehr proaktiv an das Thema herangegangen Und ich würde sagen, vor etwa zehn Jahren ist es dann immer mehr zu einem strategischen Thema geworden.

00:03:39: Ich glaube für mich der größte Ausdruck sozusagen dieser echten Strategie war dann sicherlich der Bau unserer großen Photovoltaikanlage hier neben unserer Hauptpiste.

00:03:54: Das war kein leichtes Unterfangen.

00:03:56: Letztendlich haben wir eben Flugbetrieb, da gibt es gewisse Einschränkungen.

00:04:01: Wir sind hier direkt unter den Lotsen und da gibt's Radars die nicht beeinträchtigt werden dürfen.

00:04:06: Insofern ist das nicht ganz einfach, ist uns aber gelungen mit Großunterstützung auf der Ausdruckontrolle diese inzwischen zweitgrößte PV-Anlage Österreichs zu bauen.

00:04:16: Zum Zeitpunkt der Eröffnung war es die größte PV-Anlage und ich glaube das ist schon mit einer gewissen Vorausschau hier entwickelt worden, denn wir haben das alles gemacht bevor Russland in die Ukraine einmarschiert ist.

00:04:27: Das heißt bevor die ganzen Energiepreise hier wirklich explodiert sind und insofern war das Investment noch relativ überschaubar und unter Ritören auch entsprechend gut.

00:04:38: also ich finde hier verbindet sich wirklich ökonomisches Denken mit ökologischem Denken und das ist sehr erfreulich.

00:04:45: glaube

00:04:46: Damals hatten wir einfach noch eine andere Umgebung, wie du gerade auch erläutert hast.

00:04:50: Was war denn damals dann der konkrete Antrieb?

00:04:52: Ging es da um die Versorgungssicherheit?

00:04:54: Gings in erster Linie um wirtschaftliche Interessen oder doch um die Reduktion von CO-Zweih?

00:04:58: Ich glaube von allem ein bisschen.

00:04:59: aber ich glaube der erste Treiber war sicherlich auch hier... das wirtschaftliche Denken hier kosten zu senken.

00:05:07: Ich glaube, insgesamt wenn man über CO²-Reduktion nachdenkt sollte man das weniger ideologisch oder mit dem Zeigefinger tun sondern mehr versuchen hier Ökonomie und Ökologie zu verbinden.

00:05:19: bei uns war es am Anfang sicherlich auch der Druck als wir übernommen haben Kollege Ofner und ich hatten mir siebenhundert Millionen Schulden.

00:05:26: Es war gerade der Terminal III die eröffnet worden ist.

00:05:31: Ein großes Thema für uns war, den Flughafen auch wirtschaftlich zu sanieren.

00:05:34: Und da schaut man natürlich sämtliche Kostenblöcke an und Energie ist ein großer Kostenblock wahr?

00:05:43: Das war die erste Triebfeder hier einfach effizient auch zu wirtschaften.

00:05:48: Und was wir inzwischen sehr, sehr intensiv tun ist ja auch das Interessenskonflikte zum Managen.

00:05:55: Denn letztendlich haben wir Kolleginnen und Kollegen, die sind für den Terminalbetrieb zuständig, wollen natürlich dass es im Winter schön warm ist und im Sommer halbwegs kühl.

00:06:04: letztendlich kostet das aber alles Energie und produziert CO² nebenbei.

00:06:08: Und hier das so gut zu managen, dass wir sagen was sind die Temperaturen, die wir erreichen wollen?

00:06:13: Was sind die, die man vernünftigerweise mit einem vernünftigem Energieeinsatz hier erreichen kann?

00:06:21: Das immer wieder nachzujustieren ist eine anstrengende Arbeit, ist aber glaube ich auch eine sehr lohnende Arbeit weil wir einfach versuchen hier diese Interessen unter einen Hut zu bekommen.

00:06:33: Eben, es ist Hand in Hand gegangen hier unsere Energiekosten zu senken und unseren CO-Fußabdruck.

00:06:39: Wir waren seit Jahrzehntig dreiundzwanzig CO-neutral weil wir auch sozusagen die Fernwärme, die wir beziehen, hier CO-Neutral beziehen.

00:06:48: den Strom, den wir nicht selbst produzieren wird auch CO-Nutral bezogen.

00:06:53: also insofern das einzige Unteranführungszeichen was noch CO-Zweib bei uns beim reinen Flughafenbetrieb erzeugt sind Spezialgeräte am Vorfeld, da gibt es oft noch keine elektrischen Alternativen.

00:07:07: Und so hat sie über die Jahre hier eigentlich sehr gut unsere Energiesituation entwickelt und ein sehr freuliches Nebenprodukt ist das wir inzwischen CO²-neutralen Betrieb führen – und einer der größeren Solarenergie-Produzenten auch des Landes sind!

00:07:25: Einer der größten Solarenergie-Produzenten entsteht natürlich auch eine große Menge an Eigenstrom.

00:07:31: Welche Rolle spielt denn der Eigenstrom in diesem Gesamtsystem Flughafen wiegen?

00:07:35: Ja, da spielt eine immer größere Rolle.

00:07:37: Wir produzieren inzwischen über fünfzig Prozent des Stroms den wir hier im gesamten Standort verbrauchen selbst.

00:07:45: Das ist insofern auch sehr positiv dass wir natürlich in der Saison wo wir viel Strom produzieren, auch viel Strom verbrauchen über die Kühlung.

00:07:57: Das geht tatsächlich Hand in Hand und ich glaube es wird in den nächsten Jahren möglich sein hier das ganze noch deutlich effizienter zu betreiben denn die nächsten Ausbauschritte sind ja sicherlich Spezialgeräte zu elektrifizieren, das Vorfeld zu elektrifizieren dass sozusagen auch die Flugzeuge dann nicht mehr durch Dieselgeneratoren Strom bekommen sondern durch Elektromotoren.

00:08:20: eine weitere Einsatzmöglichkeit für unsere PV-Anlage, wo wir noch nicht besonders viel investiert haben sind Speicher.

00:08:30: Das heißt da warten wir noch auf den nächsten technologischen Schritt und hoffen hier auch dass der Speich in der Zukunft besser und günstiger werden denn ich glaube dann kann man hier wirklich einen sehr nachhaltigen Stromkreis laufen in Gang bringen, wo man eben dann nicht nur wenn die Sonne scheint hier diesen Strom nutzen sondern auf den Tag.

00:08:53: Wir befinden uns hier ja einen Standort der zur kritischen Infrastruktur zählt.

00:08:57: da geht es auch um sehr hohe Sicherheitsstandards und du hast ganz vorher schon angerissen deine PV Anlage neben der Piste oder sehr nah zu Pisten zu installieren war schon eine Challenge.

00:09:06: da spinnen viele Faktoren noch hinein.

00:09:09: Wie ist es denn gelungen, die PV-Anlagen oder auch andere erneuerbare Quellen in dieses Konstrukt am Flughafen, in dieser sensiblen Infrastruktur einzubetten?

00:09:18: Ich

00:09:18: würde sagen das ist in zweierlei Hinsicht herausfordernd gewesen.

00:09:21: Das eine ist sozusagen rein von der Genehmigung, denn letztendlich geht's darum dass wir gleichzeitig einen sicheren Flugbetrieb gewährleisten müssen und wie gesagt da waren viele Gespräche notwendig aber letztendliche ist es gelungen hier Flächen, die man sonst überhaupt nicht nutzen könnte Produktion von Strom heranzuziehen und gleichzeitig aber einen sicheren Flugbetrieb hier zu gewährleisten.

00:09:44: Und das andere ist, was du angesprochen hast also was uns natürlich vom Beginn an beschäftigt oder insgesamt in vielerlei Hinsicht beschäftigt ist die Redundanz von Systemen.

00:09:56: Da geht es ja nicht nur um die Stromversorgung und wir haben zwei unabhängige Stromversorgungen Um Notstromaggregate, da geht es auch um das Rechenzentrum und die IT-Infrastruktur.

00:10:08: Also Redentanz ist bei uns insgesamt ein ganz großes Thema.

00:10:13: Und nachdem es aber nie hundertprozentige Sicherheit gibt muss man sich auch immer überlegen was sind denn die Systeme, die im Notfall mal jedenfalls funktionieren müssen?

00:10:21: Und was ist wenn's ein großflächiges Blackout gibt?

00:10:25: In so einer Situation könnten wir natürlich auch nicht tagelang Betrieb führen.

00:10:29: Und ich glaube für all das muss man gut vorbereitet sein, muss man in den Planspielen durchgehen.

00:10:34: was wären da die Maßnahmen?

00:10:35: und ich glaube insgesamt werden wir auf solche Fälle und ich hoffe sie werden nicht eintreten ganz gut vorbereitet.

00:10:42: Also die technische Redundanz ist von hoher Bedeutung kam gerade gut durch wie stets um das intelligente Energiemanagement und auch welche Rolle spielen organisatorische Anpassungen braucht es überhaupt wenn PV-Anlagen zum Beispiel oder Strom aus PV Anlagen arbeitet.

00:10:58: Ja, ich glaube wir haben hier echte Fachleute am Werk die sozusagen sich bemühen den Strom möglichst effizient einzusetzen.

00:11:06: Das ist das eine und das andere ist aber dass man vorausschauend auch arbeiten muss um für die Zukunft möglichst energieeffiziente Gebäude zu errichten.

00:11:17: was wir hier auch tun ist dass wir mit sogenannten Beam-Technologie unsere Gebäuden digitalisieren.

00:11:25: Ganz intensiv machen wir das bei unserem Neubau, der Süderweiterung im Terminal III.

00:11:29: Das sind siebzig Tausend Quadratmeter.

00:11:30: die zusätzliche Terminellinfrastruktur werden in ein bissel mehr als einem Jahr werden wird dieses Gebäude eröffnen.

00:11:38: Wir haben aber auch eines der energieeffizientesten Bürogebäude hier direkt neben uns, den Office Park IV und sein Konferenzzentrum.

00:11:46: Und ich glaube, worum es bei all diesen Dingen geht ist wieder die Diskussion wie viel Wärmeeintrag lasse ich zu?

00:11:53: Wie designiere ich die Küchen ... der Gastronomiebetriebe dort.

00:11:59: Wie viel Licht lasse ich rein und wie hell darf es drinnen sein, wenn gleichzeitig der Wärme-Eintrag ist?

00:12:05: Auch da gibt's wieder unterschiedliche Interessen, weil das eine ist dass sie natürlich sozusagen für den Passagier haben will, dass er daraus schauen kann und die tolle Aussicht genießen kann.

00:12:13: Gleichzeitig möchte ich aber möglichst wenig Wärmeneintrag.

00:12:17: Man will Werbung dort haben, sozusagen die Shopbetreiber wollen auf ihre Produkte hinweisen.

00:12:21: Gleichzeitig will ich möglichst energieeffizient sein inzwischen recht gut geworden, diese Interessenskonflikte zu managen und damit sehr eine energieeffiziente Gebäude zu bauen.

00:12:34: Und langfristig einfach mit dem digitalen Zwilling des gesamten Geländes oder der Terminalinfrastruktur der Airport City auch sicherzustellen dass wir wirklich genau wissen welche Infrastruktur haben wir?

00:12:48: Was sind da die Energiefresser um mittelfristig tatsächlich auch dort zu investieren, um den langfristigen Energieverbrauch zu senken.

00:12:56: Welche Maßnahmen die bisher in den letzten rund zehn bis fünfzehn Jahren umgesetzt wurden?

00:13:00: Welche waren das richtig erfolgreich, die einen Messbahn-Effekt gebracht haben?

00:13:03: Das ist eine Fülle an kleinen Maßnahmen, ob man da jetzt eine einzelne... Also ich glaube grundsätzlich das Energiemanagement, das ist ein eigener Bereich, die ganz genauen Monitoren.

00:13:14: was sind hier die Energiefresser, die sie eben genau überlegen.

00:13:20: Welche Geräte brauchen viel Strom?

00:13:23: Welche wenig?

00:13:24: was kann ich mit Lüftung machen?

00:13:26: wie kann ich in der Nacht sozusagen die Temperaturen so runterbringen dass ich dann weniger Strom für die Kühlung oder Tages brauche?

00:13:33: das war sicherlich mit Abstand der größte Schritt aber glaube letztendlich sind es ganz viele kleine Einzelmaßnahmen die zu einem relativ großen Erfolg führen.

00:13:42: Du hast zuvor schon genannt die Speichertechnologien, da braucht es noch ein bisschen Zeit um die Groß zum Einsatz zu bringen.

00:13:48: Welche Rolle könnten sie dann spielen vom hinsichtlich Eigenverbrauch und auch diese Lastspitzen abzudecken bzw.

00:13:54: auszugleichen?

00:13:55: Ja ich glaube die könnten eine große Rolle spielen denn zurzeit übers Jahr gesehen produzieren wir fünfzig Prozent der Strom selbst.

00:14:02: aber natürlich hätten wir hier die Möglichkeit wenn es effiziente oder noch effizienterisch weiche Möglichkeiten gebe diesen Anteil zu steigern und vor allem für den Spitzenverbrauch hier selbst, diesen Strom zu produzieren.

00:14:16: Es wird noch ein paar Jahre dauern aber wir werden uns dort jedenfalls hin entwickeln.

00:14:21: Und letztendlich haben jetzt schon vierhundertfünfzig Elektrofahrzeuge das ich würde auch nicht ausschließen.

00:14:27: Das werden mehr werden in den nächsten Jahren und wir sind ja auch gerade dabei hier vom Schlepper bis zum Catering-Fahrzeug auf der einen Seite zu testen, elektrische Alternativen beziehungsweise auch anzuschaffen.

00:14:43: Aktuell kaufen wir gerade Elektrobusse ein und die größer diese Flotte wird dass du eher ist es natürlich auch möglich die Batterien dieser Fahrzeuge dann letztendlich als Puffer zu nutzen und zu gewissen Spitzen dann zu beladen oder eben auch wenn Strom günstig ist zu beladern und wenn Strom teuer ist oder gerade eine Spitze ist diesen Strom zu nutzen.

00:15:07: Du hast jetzt schon sehr viel erzählt, auch was sich am Vorfeld tut.

00:15:10: Vierhundertfünfzig Fahrzeuge schlepper werden umgestellt.

00:15:12: Man muss ja sagen da die Mobilität noch mal umzustellen zu elektrifizieren.

00:15:17: Da tut sich sehr, sehr viel.

00:15:18: wie weit ist der Flughafen?

00:15:19: Bin ich davon überzeugt dass es dann noch viele mehr Projekte gibt?

00:15:22: Ja absolut unsere Intention dass wir wirklich kein CO² mehr produzieren, das geht nur über eine Elektrifizierung des Vorfelds.

00:15:37: Die größten CO²-Produzenten sind hier noch die Dieselgeneratoren und Flugzeuge mit.

00:15:43: Stromversorgen, aber auch ganz viele Spezialfahrzeuge die wir rund um die Abfertigung der Flugzeuge brauchen.

00:15:49: In vielerlei Hinsicht dauert es da noch ein bisschen.

00:15:51: Wir testen ganz regelmäßig hier die Flugzeugschlepper, die natürlich eine große Kraft brauchen um unsere Langstreckenflieger über das Vorfeld zu bewegen.

00:16:01: Da ist sozusagen die Batterie... Kapazität noch nicht so weit, dass die wirklich effizient einsetzbar sind.

00:16:09: Ich glaube das wird noch ein paar Jahre dauern.

00:16:11: Aktuell kaufen wir gerade Elektrobusse aber in den nächsten acht bis zehn Jahren bin ich überzeugt, dass wir hier sämtliche restlichen Fahrzeuge auf Elektro umgestellt haben werden.

00:16:21: Wie funktioniert es dann im operativen Betrieb?

00:16:23: Flughafen wie denn klar?

00:16:26: Und wenn jetzt zum Beispiel auch der Schlepper oder die Passagierbusse elektrifiziert Wie geht ihr damit der lade Infrastruktur und der Planung dahinter um?

00:16:34: Ich glaube, wenn wir da... zur Gänze umgestellt haben.

00:16:37: Genau dann werden sozusagen diese großen Energiespeicher auch notwendig, dass wir den Strom, den wir untertags nicht verbrauchen können tatsächlich speichern und nicht ins Netz zurück schicken.

00:16:48: Denn letztlich ... Wir haben zu einem Vierundzwanzig-Stundenbetrieb aber das Gros der Passagiere fliegt irgendwo zwischen sechs in der Früh und zehn am Abend ab.

00:16:56: D.h.,

00:16:56: da haben wir die meisten Geräte im Einsatz.

00:16:59: Und letztendlich das Wichtige ist, Hier übernachtern möglichst günstig hier laden können und untertags dort, wo es notwendig ist einfach kurzfristig aufladen können.

00:17:12: Also wenn wir dann so weit sind, ich glaube da kann man noch ganz andere Möglichkeiten hier den Strom... noch effizienter einzusetzen und Kosten nochmal weiter runterzubringen.

00:17:23: Blicken wir von der Bodenabfertigung hoch in den Himmel, denn dort ist die Dimension noch eine größere.

00:17:29: Die Elektrifizierung von den Fahrzeugen haben jetzt gehört – die IST in der Umsetzung.

00:17:33: nur wie steht es um die Flugzeuge?

00:17:34: Man hört ja immer wieder grüner Wasserstoff könnte ein Baustein der Zukunft sein.

00:17:39: SAF also Sustainable Aviation Fuels isst bereits im Einsatz und wird auch sukzessive hochgefahren.

00:17:45: Wo steht denn die Branche aktuell hinsichtlich der Decarbonisierung?

00:17:48: Ja, das eine ist es einen Flughafen und den Flughavenbetrieb zu dekarbonisieren.

00:17:53: Eine viel größere Herausforderung ist sicherlich hier die Flugzeuge selbst zu dekarbonisierend.

00:17:58: Aus meiner Sicht gibt's ja nur dieser Stenebleviation-Fuels, die für die nächsten zwanzig, dreißig Jahre tatsächlich in Aussicht stellen hier in Richtung CO² Neutralität sich zu bewegen.

00:18:09: Die zwei anderen Optionen Elektromotoren ... Das funktioniert bei kleinen Flugzeugen, wird sozusagen vielleicht für, ich sag mal, zehn Sitze oder vielleicht für zwanzig Sitzer irgendwann relevant sein.

00:18:22: Aber für Maschinen wo zweihundert bis fünf, sechs, siebenhundert Menschen sitzen ist das glaube ich noch sehr weit weg.

00:18:31: und besser schaut es natürlich beim Wasserstoff aus.

00:18:34: aber selbst dort und Airbus hatte hier ein sehr ambitioniertes Wasserstoffflugzeugprogramm hat das jetzt aber auch mal in die Zukunft verschoben, ohne genaue Daten zu nennen.

00:18:46: Insofern rechne ich auch hier nicht damit dass es in den nächsten dreißig Jahren relevant wird was man vor allem auch nicht vergessen darf.

00:18:54: Das eine ist es so ein Wasserstoffflugzeug mal als Prototyp zu produzieren Das andere ist es, wie lang dauert's dann bis wir hunderte Tausende davon in der Luft haben?

00:19:05: Denn letztlich Flugzeuge haben eine relativ lange Lebensdauer und die Flugzeugproduktion ist relativ langsam.

00:19:11: Das heißt selbst wenn wir in zwanzig Jahren eine Prototypen für ein Wasserstoffflugzeug haben Dann dauert es trotzdem noch sehr, sehr lange bis hier ausreichend in der Luft sind die dann wirklich einen Unterschied machen beim CO²-Ausstoß.

00:19:24: Und das nächste ist und das ist der große Vorteil von den Sustainableviation Fuels bei dem sogenannten SAV brauchen wir die Infrastruktur am Flughafen nicht ändern.

00:19:33: man kann das herkömmlichen Kerosin beimischen.

00:19:36: Das heißt, das ist ein schrittweiser langsamer Übergang um hier langsam von aktuell zwei Prozent Beemingungsverpflichtung dann sich irgendwann in Richtung hundert Prozent zu bewegen.

00:19:49: Beim Wasserstoff muss man die gesamte Infrastruktur am Flughafen verändern,

00:19:52: d.h.,

00:19:53: dass wäre schon nochmal eine große Herausforderung und deswegen bin ich überzeugt, dass hier in den nächsten Jahrzehnten dieses Demolivation Fuels hier absolut die Zukunft sind die Luftfahrt insgesamt zu dekarbonisieren.

00:20:06: Summen wir noch mal ein wenig hinaus, der Flughafen Wien ist nicht nur ein internationaler Hub, ein Verkehrsknotenpunkt sondern auch ein Energiestandort.

00:20:14: PV-Anlagen im großen Stil, Speicher sind auf jeden Fall ein Zukunftsthema und potenziell einige neue Technologien, die da im Raum stehen.

00:20:22: das alles muss ineinandergreifen, dass funktioniert.

00:20:24: Welche nächsten Ausbauschritte sind denn konkret geplant?

00:20:27: Wir werden hier unmittelbar jetzt den Terminal erweitern, siebzigtausend Quadratmeter Terminalfläche.

00:20:36: Wir werden dann auch den Pier Nord verlängern wir werden unseren Office Park vergrößern und all diese Gebäude werden deutlich energieeffizienter sein als die Gebäuden die jetzt schon hier stehen.

00:20:49: man darf nicht vergessen wir sind ja ein Standort das sich über sieben Jahrzehnte entwickelt hat.

00:20:54: der älteste Teil des Flughafens hier der aktuelle Terminal II ist in den Betrieb gegangen.

00:21:02: eine ganz andere Herausforderung hier energieeffizient zu arbeiten als bei neuen Gebäuden.

00:21:07: Also sämtliche unsere neue Gebäude, egal ob das Terminalgebäude sind oder Bürogebäuche auf der Lehmzeit werden hier deutlich energie effizienter arbeiten.

00:21:17: und Der wesentliche Schritt hier bei der Energieversorgung ist sicherlich dann, wenn es in Richtung Speicher geht.

00:21:26: Aber wie gesagt das wird noch ein bisschen dauern.

00:21:28: Was die Energiegewinnung betrifft, denken wir sicher auch an Windenergie.

00:21:35: Das wären aber eher kleinere Modelle.

00:21:38: und letztlich ist da natürlich auch die Herausforderung dass man das mit dem Flughafenbetrieb hier in Verbindung bringt werden kann.

00:21:48: Aber es gibt zumindest ein Biddle-Pilotprojekt, dass man sich in die Richtung was überlegt.

00:21:52: Also Windkraft ist auf jeden Fall ein Zukunftsthema?

00:21:55: Wie steht's um Wärme pumpen oder auch Vehicle to Grid?

00:21:58: Vehicle To Grid ist glaube ich eine große Herausforderung hier diese vielen Tausend Packplätze dann entsprechend mit der Technologie auszustarten.

00:22:08: also Das würde ich nicht in der nahen Zukunft sehen.

00:22:12: Wir haben Pumpen setzen wir hier schon bei Bürogebäuden ein, ist also sicherlich auch in der Zukunft für unseren Thema.

00:22:18: und damit haben wir was den Office Park Wir betrifft hier eines der energieeffizientesten Bürogebäude Österreichs Standort stehen.

00:22:26: Blicken wir noch ein Stückchen weiter in die Zukunft.

00:22:28: Wie steht es um die Vision vom Flughafen Wien?

00:22:30: Welche Rolle spielt da langfristig das Thema erneuerbarer Energie und CO-Reduktion, wo solls hingehen?

00:22:36: Ja, das ist glaube ich für die gesamte Branche und für die Gesamte Luft hat ein ganz wesentliches Thema.

00:22:40: Ich glaube für den nächsten fünf bis zehn Jahre ist es auf der einen Seite hier immer mehr Saft im System zu nutzen für die Flugzeuge und für Die Airlines zur Verfügung zu stellen.

00:22:51: Und ich glaube insgesamt ist unsere Vision einfach die wirtschaftliche Effizienz und die CO-Reduktion und die Co-Neutralität hier unter einen Hut zu bringen.

00:23:03: Und ein kleines Beispiel dafür zu sein, dass das kein Gegensatz ist, dass sozusagen Ökologie und Ökonomie kein Gegendsatz sein müssen.

00:23:09: Denn ich glaube nur wenn uns viele dieser Beispiele gelingen dann wird es auch möglich sein ,dass wir unsere gesamte Gesellschaft hier klimaneutral organisieren.

00:23:19: Zum Schluss unserer Episode eine persönliche Frage.

00:23:22: Was bedeutet es für dich, die Mobilitäts- und Energiewende aus eigener Kraft voranzutreiben?

00:23:27: Für mich bedeutet das eigentlich, dass man ganz viele winzige Schritte in die richtige Richtung gehen muss um dann letztendlich einen Risikenschritt vorwärtszukommen.

00:23:36: Insofern bin ich stolz darauf, was in den letzten Jahren erreicht worden ist aber glaube, es liegt noch sehr viel vor uns und da freue ich mich, dass ich ein Teil davon sein kann.

00:23:44: Herzlichen Dank für das offene Gespräch!

00:23:46: Danke Julian!

00:23:47: Vielen Dank.

00:23:48: Zusammenfassend lässt sich sagen, ein Flughafen ist ein Ort der Begegnung und vor allem eine Orte Bewegung.

00:23:55: Zicktausende Staats- und Landungen jährlich und im Hintergrund einen Energiesystem das rund um die Uhr verlässlich funktionieren muss.

00:24:02: Gerade dort zeigt sich ob die Energie- und Mobilitätswände realistisch umsetzbar sind.

00:24:07: Der Flughafe Wien macht vor wie Eigenstromproduktion, Effizienz, Speichertechnologin der Zukunft oder auch neue Mobilitätslösungen Schritt für Schritt integriert werden und zwar nicht nur als Vision sondern als ein konkreter Transformationsprozess.

00:24:22: Herzlichen Dank an Sie lieber Zuhörer!

00:24:24: Innen-und-Zuseher, Ihnen fürs dabei sein.

00:24:27: Begleiten sie uns auf unserer Reise zur Mobilitäkswende Bis zum nächsten Mal bei.

00:24:31: What Goes On.

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