Vom Hype zum Trend: Wie der ÖAMTC die nächste Phase der E-Mobilität mitgestaltet
Shownotes
In dieser Folge von WATTgoesON - dem elektrifizierenden Podcast für Unternehmen spricht Moderatorin
Kathrin Hanzl mit Marcella Kral, Senior Managerin B2B-Kooperationen Elektromobilität beim ÖAMTC,
über die entscheidenden Hebel der betrieblichen Mobilitätswende.
Im Mittelpunkt stehen die Total Cost of Ownership und die Frage, warum sich Elektromobilität nicht über
Anschaffungskosten, sondern über die Gesamtkosten über den Nutzungszeitraum entscheidet. Gemeinsam beleuchten sie relevante Kostenblöcke wie Energie, Wartung, Restwert und Ladeinfrastruktur. Ein weiterer Fokus liegt auf Scope 1, 2 und 3: Wie können Unternehmen Emissionen aus Fuhrparks, Pendelwegen, Geschäftsreisen und Lieferketten sichtbar machen und gezielt reduzieren? Warum wird Fuhrparkmanagement zunehmend zu ganzheitlichem Mobilitätsmanagement?
Zudem geht es um die neuen Anforderungen der Alternative Fuels Infrastructure Regulation (AFIR), den Popcorn-Effekt als Bild für den Wandel vom Hype zum stabilen Trend sowie um konkrete Praxisbeispiele - vom Laden am Firmenstandort bis zur Ladeinfrastruktur an sensiblen Standorten wie der ÖAMTC-Flugrettung.Eine Folge über Kostenwahrheit, Regulierung und die strategische Weiterentwicklung betrieblicher
Mobilität.
Transkript anzeigen
00:00:00: Wenn ich heute ein privates Elektroauto habe und ich plane, es anzuschaffen, dann arbeite
00:00:04: ich natürlich gerne dort, wo ich am Firmenstandort eine Lademöglichkeit habe. Wenn da alle mitmachen
00:00:09: und ihren Stellhebel oder ihre Aufgaben sozusagen erfüllen, dann ist es natürlich so, dass wir in
00:00:15: diese Mobilitätswende relativ schnell vorankommen. Und wer jetzt schon beginnt, hat natürlich die
00:00:19: Nase vorn. Das ist eine Disruption, das muss man wissen. Es ist Zerstörung von Altem hin zu Neuem
00:00:24: und wir sind mittlerweile weg vom Hype. Das ist tatsächlich ein Trend, der natürlich da bleibt.
00:00:35: WATTgoesON, der elektrifizierende Podcast für Unternehmen mit Kathrin Hanzl. Herzlich
00:00:41: willkommen bei WATTgoesON, dem elektrifizierenden Podcast für Unternehmen. In der heutigen Episode
00:00:47: widmen wir uns einem Akteur, der für viele ganz überraschend viel zur Mobilitätswende beiträgt,
00:00:54: nämlich dem österreichischen Mobilitätsclub, besser bekannt auch als ÖAMTC. Was tut sich
00:01:00: in Sachen E Ladeinfrastruktur und Emissionsreduktion? Wir stellen heute
00:01:04: auch einen Total Cost of Ownership Vergleich an und beleuchten regulatorische Aspekte. Zudem: Wie
00:01:11: können Unternehmen ihre Flotte elektrifizieren und wo liegen die größten Hebel, um Klimaziele auch
00:01:17: im Mobilitätsbereich zu erreichen? Meine heutige Gesprächspartnerin ist Organisatorin der eMOKON
00:01:24: sowie auch Senior Managerin der B2B Kooperationen Elektromobilität beim ÖAMTC. Herzlich willkommen,
00:01:30: Marcella Kral. Schön, dass du heute hier bist. Danke für die Einladung, Kathrin.
00:01:34: Der Umstieg auf die E Mobilität, vor allem auf die betriebliche E Mobilität,
00:01:38: ist für viele Unternehmen auch mit hohen Anschaffungskosten assoziiert, wobei das Bild
00:01:42: ändert sich, wenn wir genauer hinschauen und zwar Total Cost of Ownership da näher beleuchten. Wie
00:01:49: unterscheiden sich jetzt die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer eines E Fahrzeugs
00:01:54: im Vergleich zu jener eines Verbrennungsmotors? Ja, die tatsächlichen Kosten, die Gesamtkosten
00:02:01: eines Fuhrparks, belaufen sich tatsächlich nicht nur auf die Anschaffungskosten. Mittlerweile haben
00:02:06: wir sogar schon bei einigen Modellen Preisparität, dass der Verbrenner gleich teuer oder günstig ist
00:02:11: wie das Elektrofahrzeug und umgekehrt. Aber es geht ja dann weiter. Es geht dann um Rabatte.
00:02:15: Wie schaut’s mit den Rabatten aus? Das ist dann der tatsächliche Anschaffungswert und auch die
00:02:21: Finanzierung. Also großer Posten in einer TCO Rechnung ist tatsächlich die Finanzierung. Da
00:02:26: kann ich vieles falsch machen, schon bei der Anschaffung. Ich kann aber vieles auch falsch
00:02:30: machen beim Treibstoff. Das heißt: Welchen Energieinhalt nehme ich bzw. welche Kosten
00:02:36: habe ich dann tatsächlich beim Elektrofahrzeug? Aber es geht dann weiter. Ich habe dann eine
00:02:40: Leasingrate und in dieser Leasingrate sind schon sehr viele Kosten drinnen. Es ist ja nicht nur
00:02:45: der Anschaffungswert drinnen, sondern es ist die Verzinsung drinnen, aber es ist auch der Restwert
00:02:50: drinnen. Und wenn wir uns eine Leasingrate anschauen, wir haben vielleicht ein Drittel
00:02:52: Anschaffungskosten, ein Drittel Anzahlung, ein Drittel Leasingrate und dann haben wir
00:02:57: ein Drittel Restwert. Und der Restwert bestimmt eigentlich die Höhe der Leasingrate. Aber wenn
00:03:02: wir uns tatsächlich die TCO Rechnung anschauen, dann ist es ja nicht nur die Anschaffung und
00:03:06: die Finanzierung, das sind ja auch Fixkosten wie z. B. eben Treibstoffkosten, Versicherungskosten.
00:03:13: Wir haben jetzt beim Elektrofahrzeug zwar die motorbezogene Versicherungssteuer dabei,
00:03:16: aber die ist nicht so ausschlaggebend, um diesen Business Case jetzt zu kippen. Ganz
00:03:21: wesentlich sind die Instandhaltungskosten, also Service, Wartung, Reparaturen und
00:03:26: da gewinnt das Elektrofahrzeug tatsächlich schon heute. Und bei all diesen Positionen,
00:03:30: also wie Versicherungskosten und Reifenkosten z. B., sind überall auch Umsatzsteuerkosten
00:03:36: dabei. In einer TCO kann ich natürlich auch abbilden die NoVA, die Einkommensteuer und
00:03:41: die Lohnnebenkosten. Und wenn ich das alles zusammen subsumiere, kommt tatsächlich bei
00:03:45: einer 48 Monats Rechnung oft schon heraus, dass das Elektroauto günstiger ist als der Verbrenner.
00:03:51: Da gibt’s jetzt zahlreiche Kostenblöcke, du hast jetzt schon viele genannt wie Energie,
00:03:56: Versicherung, Restwert ist schon gefallen oder auch die Ladeinfrastruktur. Welche
00:04:00: Kostenblöcke sind für ein Unternehmen da am relevantesten? Also gerade in der Funktion,
00:04:05: in der ihr euch als ÖAMTC befindet, ihr beratet da ja auch Unternehmen. Wie geht ihr an diesen
00:04:10: Vergleich heran? Welcher Kostenblock zählt? Also ganz wichtig ist einmal das richtige
00:04:15: Fahrzeug für den richtigen Einsatzzweck. Da beginnt’s eigentlich schon und das mache ich in
00:04:18: einer Car Policy. Dort bestimme ich, in welcher Anspruchshöhe bekommst du z. B. ein Dienstfahrzeug
00:04:23: und das unterscheidet sich von einem Benefit Car oder tatsächlich von einem Fahrzeug, wenn
00:04:27: du jetzt im Außendienst bist. Da kann man viel falsch machen, viel richtig machen. Ein großer
00:04:32: Kostenblock ist natürlich der Treibstoff. Beim Elektrofahrzeug habe ich immer die Möglichkeit,
00:04:36: auf drei verschiedene Arten zu laden. Ich kann günstig daheim laden, das heißt: Ladeinfrastruktur
00:04:41: für Mitarbeiter daheim zu schaffen ist ein riesiger Hebel, um die Treibstoffkosten
00:04:45: runterzubringen. Ich kann AC laden, günstiger natürlich auch am Firmenstandort, oder ich kann DC
00:04:51: laden öffentlich und das ist meistens der teuerste Wert. Deswegen beraten wir schon Unternehmen zu
00:04:57: sagen: Schaut’s doch, dass diese Wertschöpfung, dass diese Kosten bei euch bleiben und dass ihr
00:05:02: den Mitarbeitern auch eine Lademöglichkeit daheim schafft. Und ein wichtiger Punkt ist schon der
00:05:06: Restwert, du hast das angesprochen. Mittlerweile ist es tatsächlich so, dass viele Modelle,
00:05:10: ich vergleiche immer Gleiches mit Gleichem, also 200 PS Verbrenner muss 200 PS Elektrofahrzeug
00:05:15: gegenübergestellt werden und da ist es mittlerweile schon so, dass die Restwerte beim
00:05:19: Elektroauto höher sind als beim Verbrenner. Und dann ist es natürlich sehr wohl ein Business Case.
00:05:25: Die Unternehmen schauen ja viel öfter auch schon in Richtung Nachhaltigkeit,
00:05:29: auch wenn es um den Fuhrpark geht. Also, es zählen nicht nur noch die Fuhrparkkosten alleine,
00:05:33: sondern auch die CO₂ Bilanz. Da gibt’s jetzt Scope 1, Scope 2 und Scope 3. Vielleicht kannst
00:05:39: du für unsere Zuseher:innen und Zuhörer:innen ganz kurz erklären: Wofür steht das denn und
00:05:44: warum sind vor allem im Rahmen der betrieblichen Mobilität Scope 1 und Scope 3 so von Relevanz?
00:05:50: Ja, danke. Es ist ganz wichtig, weil wir müssen verstehen: Warum passiert diese Transformation?
00:05:55: Warum beschäftigen sich Unternehmen oder Fuhrparks überhaupt mit E Mobilität? Bis jetzt war‘s ja sehr
00:06:00: bequem. Ich habe dir ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt auf 48 Monate, du hast eine Tankkarte
00:06:04: bekommen und das war’s dann. Ich hatte keine eigene Tankstelle, sondern das war einfach
00:06:09: ausgemacht. Und jetzt muss sich der Fuhrleiter mit ganz anderen Dingen auseinandersetzen.
00:06:13: Aber warum muss er das tun? Weil es natürlich eine Nachhaltigkeitsberichterstattung gibt,
00:06:17: gerade bei Banken z. B., Versicherungen. Die machen das schon seit mehr als 10 Jahren und die
00:06:21: transformieren in Scope 1 und Scope 3 tatsächlich die Mobilität, weil in Scope 1 und in Scope 3 habe
00:06:27: ich das Mobilitätsmanagement drinnen. Scope 1 ist der direkte Fuhrpark,
00:06:30: das sind die direkten Emissionen meines eigenen Fuhrparks und den zu elektrifizieren ist jetzt
00:06:35: keine Raketenwissenschaft. Ich sag das jetzt so profan. In Scope 2 habe ich die indirekten Kosten,
00:06:41: praktisch die zugekaufte Energie und da ist es auch nicht wurscht:
00:06:44: Habe ich eine PV Anlage am Dach? Habe ich Ökostrom? Wie kann der Mitarbeiter laden
00:06:48: und wie ist mein Stromliefervertrag? Also hat auch mit Mobilität zu tun und mit den Kosten.
00:06:52: Und in Scope 3 und es ist das schwierigste Scope eigentlich, sind es auch die indirekten Kosten,
00:06:58: die ich auch zukaufe, z. B. durch Geschäftsreisen, z. B. durch Transportunternehmen, die mich ja
00:07:04: beliefern oder z. B. auch der Pendelverkehr. Das ist: Wie kommst du zu mir ins Unternehmen? Kommst
00:07:10: du CO₂ neutral mit dem eigenen Elektroauto oder kommst du vielleicht mit einem Jobrad, Klimaticket
00:07:16: oder solchen Dingen? Oder kommst du tatsächlich mit dem Verbrenner und diese Scopes schaut man
00:07:20: sich ganz genau an und dann löst man das, indem man den Fuhrpark als Allererstes transformiert.
00:07:26: Und wie können die Firmen jetzt diese Emissionen senken? Also wie z. B. aus Geschäftsreisen,
00:07:30: aus Pendelverkehr oder aus der Lieferkette? Also, da gibt’s ganz viele Hebel. Also gerade
00:07:34: Scope 1, habe ich gesagt, Fuhrpark einfach auf Elektrofahrzeuge umstellen, schauen,
00:07:39: dass es Ladeinfrastruktur gibt, zumindest einmal am Firmenstandort. Das bedeutet aber auch Scope 3:
00:07:45: Wenn ich heute ein privates Elektroauto habe und ich plane, es anzuschaffen,
00:07:49: dann arbeite ich natürlich gerne dort, wo ich am Firmenstandort eine Lademöglichkeit habe,
00:07:53: vielleicht sogar günstiger als der Strom draußen oder als der Ladevorgang draußen kostet.
00:07:57: Wir haben Jobrad, Jobtickets, das sind natürlich alles Hebel, wo ich sage: Ich muss nicht unbedingt
00:08:03: sozusagen mit dem eigenen Verbrenner ins Unternehmen kommen, sondern kann halt alternativ
00:08:07: auch ins Unternehmen kommen, auch natürlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Wie schaut
00:08:11: die öffentliche Anbindung aus? Und wie du gesagt hast: Die Transportunternehmen, die Lieferanten,
00:08:16: die konditioniere ich natürlich in so einer ESG Betrachtung oder Nachhaltigkeitsbetrachtung. Da
00:08:22: sag ich: Bitte, lieber Lieferant, wenn du bei dieser Ausschreibung mitmachen möchtest, dann
00:08:25: erwarte ich von dir, dass du deine Lieferungen mit deinem Nutzfahrzeug elektrisch zu mir bringst
00:08:32: oder mit deinem schweren Nutzfahrzeug kommst. Weil ein großer Hebel in Scope 3 ist schon auch z. B.
00:08:37: der Abfall. Und gerade was Abfall betrifft, öffentliche Beschaffung, da gibt’s auch die
00:08:42: Clean Vehicles Directive. Also, die müssen einen gewissen Prozentsatz der angeschafften Fahrzeuge
00:08:46: in der öffentlichen Beschaffung müssen elektrisch sein. Das heißt, wir werden jetzt da draußen ganz,
00:08:50: ganz viele Sonderfahrzeuge, auch Müllfahrzeuge, sehen, die elektrisch sind, weil die genau diese
00:08:55: Transformation auch mitmachen müssen. Wir wissen aber, Mobilität dreht sich
00:08:58: jetzt nicht immer nur um die Mobilität selbst, sondern sehr viel auch um die Daten dahinter.
00:09:03: Ja. Worin liegen die Schwierigkeiten, gerade für Scope 3 eine Datenerfassung zu betreiben?
00:09:10: Ja, du sprichst was ganz Wichtiges an. Wie bekomme ich Pendlerdaten z. B.? Ja, du machst
00:09:15: natürlich Umfragen unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das muss natürlich klar
00:09:19: dargestellt werden. Wenn ich einen Parkplatz z. B. am Firmenstandort habe, tue ich mir vielleicht ein
00:09:24: bisschen leichter, weil dann weiß ich: Okay, der Mitarbeiter hat am Firmenstandort eine
00:09:28: Parkmöglichkeit, aber auch eine Lademöglichkeit. Das heißt, du beginnst da mit Umfragen. Es ist
00:09:32: ganz schwierig, von Unternehmen CO₂ Daten zu bekommen. Teilweise wissen sie es selber nicht,
00:09:37: muss man dazu sagen. Wird aber dazu führen, dass ich mir eher den Lieferanten nehme,
00:09:41: der mir diese Daten liefern kann. Also da sind wir schon eigentlich bei der Lösung und deswegen ist
00:09:46: das ein Instrumentarium, um diese berühmte Energie oder Mobilitätswende auch weiter voranzutreiben
00:09:51: und wenn da alle mitmachen und ihren Stellhebel oder ihre Aufgaben sozusagen erfüllen,
00:09:56: dann ist es natürlich so, dass wir in diese Mobilitätswende relativ schnell vorankommen.
00:10:01: Regulativ hat sich ja jetzt auch etwas getan, und zwar auf EU Ebene. Da gab’s jetzt erstmals
00:10:06: verbindliche Vorgaben für die Ladeinfrastruktur, die da auf den Weg gebracht wurden und zwar mit
00:10:10: der Alternative Fuels Infrastructure Regulation, kurz auch als AFIR bekannt. Welche Anforderungen
00:10:17: sind daraus jetzt für die Unternehmen besonders relevant? Welche Regeln betreffen z. B. die
00:10:22: Mindestladeleistung, die Bezahlsysteme oder auch Schlagwort Standorttransparenz?
00:10:28: Ja, es ist ganz wichtig, jetzt kommen nämlich die Menschen, wo die E Mobilität eigentlich
00:10:32: und die Ladeinfrastruktur funktionieren muss. Also diese Early Adopter, die gesagt haben:
00:10:36: Ja, also ich knie mich da hinein und schaue, wo ich am besten laden kann,
00:10:40: das ist bald vorbei. Und die AFIR ist endlich einmal ein Regelwerk, ein Rahmenregelwerk, an
00:10:45: das sich alle zu halten haben, um die E Mobilität transparent, aber auch vergleichbar zu machen.
00:10:51: Und es bedeutet: Wenn du zu einer Ladestation kommst und keinen Ladevertrag, keinen Vertrag
00:10:56: mit einem Ladeproduktanbieter hast, dann musst du in ganz Europa trotzdem laden können. Und
00:11:01: da sagt die AFIR ganz klar: Ladestationen mit mehr als 50 kW DC müssen ein Direct Payment
00:11:07: Terminal haben. Sie müssen auch tatsächlich in der Datenfolge genau aufzeigen, was kostet mich dieser
00:11:13: Ladevorgang beim Starten schon, das ist ganz wichtig. Und diese Daten müssen auch übertragen
00:11:19: werden und sichtbar sein in den jeweiligen Apps. Das heißt, es wird dazu führen, dass in ganz
00:11:24: Europa die Mobilität, die E Mobilität, ankommt. Und bedeutet natürlich auch,
00:11:29: dass man gewisse Daten eintakten muss. Das heißt: Für den eigenen Fuhrpark ganz wichtig, wenn ich
00:11:33: eine Ladeinfrastruktur am Firmenstandort plane oder umsetzen möchte, muss ich mich daran halten.
00:11:38: Das heißt, ich muss mich auch daran halten, dass Kilowattstunden genau abgerechnet werden.
00:11:43: Auf tatsächlich europäischer Ebene, am transeuropäischen Straßennetz,
00:11:46: ist es so, dass wir in Zukunft alle 60 km Schnellladeinfrastruktur vorfinden müssen.
00:11:51: In Österreich ist die ASFINAG damit betraut. Und die AFIR ist nicht irgendwas, das steht faktisch
00:11:56: über dem nationalen Recht. Das heißt, das muss umgesetzt werden und das relativ rasch, damit
00:12:02: wir einfach diese Versorgungssicherheit haben. Für den einzelnen Konsumenten bedeutet das:
00:12:07: Ich kann darauf vertrauen, dass das nicht nur transparent ist und auch überschaubar,
00:12:14: sondern ich kann wirklich vergleichen. Und das ist ein ganz wichtiger Faktor in der E Mobilität.
00:12:18: Weil wenn du heute tankst, dann ist es ganz klar: Du kannst mit der Tankkarte tanken, du kannst mit
00:12:23: deiner Kreditkarte tanken, du kannst mit deinem Handy tanken und du kannst bar zahlen. Und das
00:12:28: ist bei der E Mobilität derzeit noch nicht der Fall überall, aber die AFIR sorgt genau für das.
00:12:33: Mich erinnert das ein bisschen an die Vereinheitlichung der Stecker, der Adapter.
00:12:37: Jetzt muss man sagen, die Mobilität ist einfach komplexer. Deswegen auch noch die Frage:
00:12:42: Kommt es so zu dieser Vereinheitlichung und dadurch zu mehr Transparenz und dass
00:12:46: die Menschen sich in ganz Europa bewegen können und genau wissen, was sie erwartet? Nur gibt’s da
00:12:50: auch Hürden, die noch im Weg stehen? Gibt’s da Barrieren, besonders für Unternehmen?
00:12:55: Es gibt schon Barrieren, weil wir sprechen von Investitionskosten. Also das ist jetzt
00:12:59: kein Selbstläufer, weil Firmen natürlich genau rechnen und die gehen davon aus: Wie viele Leute
00:13:03: können bei mir laden? Welchen Stromtarif habe ich selbst? Was sind meine Investitionskosten?
00:13:09: Und irgendwann muss sich das natürlich auch rechnen. Aber das rechnet sich natürlich,
00:13:12: weil die E Mobilität wird nicht weniger werden in nächster Zeit. Aber natürlich:
00:13:16: Ich brauche ein Direct Payment Terminal, ich brauche einen Payment Provider im Hintergrund,
00:13:20: ich brauche auch einen Betreiber natürlich, der mich unterstützt,
00:13:23: dass ich keine administrativen Aufwände habe. Und das Ganze muss natürlich sauber dokumentiert sein,
00:13:28: auch mit einem Reporting, mit einem regelmäßigen. Aber es gibt zum Glück auch Förderungen. Es gibt
00:13:32: ja auch die THG Prämie. Also wenn ich viel Ökostrom in den Verkehr bringe,
00:13:36: dann können sich Mineralölkonzerne mit meinen Zertifikaten ein bisschen freikaufen. Es bedeutet
00:13:41: eigentlich, dass die THG Prämie keine staatliche Förderung ist, sondern wirklich eine Förderung,
00:13:45: wo eigentlich die Verbrenner die E Mobilität finanzieren. Und das hat noch keiner so richtig
00:13:52: verstanden, dass das eigentlich dazu führen wird, dass dieses In Verkehr Bringen von viel CO₂
00:13:59: in Zukunft natürlich teurer werden wird, als auf E Mobilität umzusteigen. Und wer jetzt
00:14:06: schon beginnt, hat natürlich die Nase vorn. Ich höre durch: Es geht in die richtige
00:14:10: Richtung. Wir können die E Mobilität endlich in die große breite Masse bringen und nicht
00:14:15: nur die Early Adopters, die draufsetzen. Letztes Jahr wurde ein Buch veröffentlicht,
00:14:20: da warst du auch involviert und zwar nennt sich das „Praxishandbuch: Nachhaltiges betriebliches
00:14:24: Mobilitätsmanagement“. Welche Beispiele daraus haben dir ganz besonders imponiert?
00:14:30: Ja, Kathrin, da kann ich dir viele Beispiele nennen. Also ein großes Beispiel ist z. B.
00:14:34: die österreichische Post. Ja, was hat die gemacht? Die hat gesagt: Wir möchten, dass unsere Zusteller
00:14:39: zu Hause laden können. Warum sollen die zu Hause laden können? Weil die natürlich am nächsten Tag
00:14:45: ja in ein vorgewärmtes oder vorgekühltes Fahrzeug einsteigen, keine Zeit und das ist Arbeitszeit,
00:14:51: Ladezeit, keine Zeit an einer Ladeinfrastruktur verbringen müssen und noch den Benefit haben,
00:14:56: dass sie tatsächlich sachbezugsbefreite Ladung zu Hause tatsächlich Geld bekommen für diesen
00:15:02: Ladevorgang. Und das ist meistens mehr, als ihr eigener Strom ist. Also als Beispiel:
00:15:06: Für heuer waren es ja diese 35,889 Cent pro geladener Kilowattstunde. Bis zu diesem Betrag
00:15:12: konntest du sachbezugsbefreit deine Ladung zu Hause rückvergütet bekommen vom Arbeitgeber. Und
00:15:17: das bedeutet: Wenn du z. B. eine PV Anlage am Dach hast und hast nur 9 Cent pro Kilowattstunde, das
00:15:23: Geld dazwischen sind tatsächlich deine Einnahmen. Für die Post oder für das jeweilige Unternehmen
00:15:28: hat’s den Vorteil, dass die natürlich günstigere Ladekosten haben in ihrer TCO Rechnung,
00:15:33: wie wir vorhin gesprochen haben, weil öffentliches Laden um den Betrag eigentlich kaum möglich ist.
00:15:39: Ein wichtiges Beispiel war z. B. SAP. Also in dem Buch ist auch herausgekommen: SAP, mit 30.000
00:15:44: Fahrzeugen, hat z. B. ein Mobilitätsbudget für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
00:15:50: dargestellt. Bedeutet: Um diesen Betrag X kannst du im Monat deine Mobilität ganz einfach,
00:15:55: bequem und gemütlich und sehr CO₂ neutral vonstattenbringen.
00:15:58: Es gibt so Beispiele wie Blum z. B. Die haben eine eigene Mobilitätsmanagerin.
00:16:02: Blum ist eine Beschlagefirma in Vorarlberg. Die haben sogar ausgerechnet, wie oft umkreisen sie
00:16:07: die Welt, wenn sie zum Firmenstandort kommen und das ist wirklich beeindruckend. Was haben
00:16:11: die gemacht? Die haben so eine Art Gamification gemacht. Ja, also: Wer kommt am ökologischsten
00:16:18: eigentlich ins Unternehmen? Aber natürlich auch Jobrad, Klimatickets und solche Dinge.
00:16:24: Und ein ganz wichtiges, spannendes Beispiel war z. B.: Wie könnte ich, wenn ich jetzt von Wien
00:16:28: nach Salzburg fahre, es ist eine Dienstreise, wie bringe ich die Leute z. B. auf die Schiene?
00:16:33: Und da war ein Modell: Ja, du bekommst, wenn du mehr als 70 Minuten im Zug sitzt und du weißt das
00:16:39: schon vorher, dass du nach Salzburg fährst, bekommst du z. B. ein Erste Klasse Ticket,
00:16:43: damit du dort arbeiten kannst. Dann steigst du in Salzburg um in dein Car Sharing Modell. Also
00:16:48: das gibt’s alles und deswegen ist der Fuhrpark- oder die Fuhrparkleiterin, Fuhrparkmanagerin,
00:16:53: wird immer mehr zur Mobilitätsmanagerin. Es geht darum, Mobilität ganzheitlich zu sehen und wir
00:16:59: müssen den Fuhrpark schon ernst nehmen, weil da geht’s nicht darum, dass es jetzt nur ein Benefit
00:17:02: Car ist und Spaß macht, sondern da werden wirklich Waren von A nach B transportiert. Und
00:17:06: die Ware wird einen CO₂ Wert haben und das wird aufgerechnet werden und deswegen ist das Ding,
00:17:11: mit dem ich es transportiere, das muss halt so nachhaltig oder sinnvoll wie möglich sein.
00:17:16: Da kommt auch schon so ein kleiner Appell durch aus diesen ganzen Beispielen, nämlich:
00:17:20: Es geht nicht mehr um einen Fuhrparkmanager/-managerin,
00:17:22: sondern um einen Mobilitätsmanager oder -managerin. Welche weiteren Tipps zur
00:17:27: konkreten Umsetzung, zur Elektrifizierung von Unternehmensflotten hast du?
00:17:30: Also, was ganz wichtig ist: die Leute mitzunehmen. Ja, weil auch die TCO Rechnung,
00:17:34: über die wir gesprochen haben, wir haben selber über die finanziellen Möglichkeiten,
00:17:37: Steuern, Abgaben, auch Belegwesen gesprochen. Das sind alles Kostenblöcke,
00:17:41: aber der wichtigste Kostenblock auch bei einer TCO Rechnung ist der einzelne Mitarbeiter. Also, der
00:17:45: kann dir eine TCO Rechnung komplett zerschießen, wenn er mehrere Schäden hat im Laufe der Zeit,
00:17:49: wenn er unsachgemäß mit diesem, ich sag mal, Arbeitsgerät umgeht. Es ist ganz, ganz wesentlich.
00:17:55: Und auch bei so einer Transformation: Bewusstseinsbildung. Ich kann den
00:18:01: Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin unterstützen, indem ich sage: Ja, du kommst mit dem Fahrrad,
00:18:05: wir haben das z. B. auch bei uns beim ÖAMTC. Du hast aber die Möglichkeit, dich hier zu duschen,
00:18:09: umzuziehen, ja? Du hast einen eigenen Spind, wo du deinen Helm ablegen kannst,
00:18:13: ja. Bis hin dazu, dass ich natürlich schaue, dass ich Ladeinfrastruktur am Firmenstandort
00:18:17: plane. Aber man muss wirklich die Menschen mitnehmen und sagen: Was möchtest du eigentlich?
00:18:21: Und wir sehen mittlerweile auch, wenn sich Mitarbeiter bewerben: Die wollen in einem,
00:18:27: wie soll ich sagen, nachhaltigen Unternehmen arbeiten. Also Stichwort Fachkräftemangel. Bei
00:18:32: welchem Unternehmen möchtest du denn eigentlich arbeiten? Natürlich bei einem Unternehmen,
00:18:36: wo es dir gut geht, wo du dich wohlfühlst, wo du nicht gestresst irgendwo ankommen musst,
00:18:40: wo du vielleicht noch einen Parkplatz suchen musst oder solche Dinge. Oder wo du dein eigenes
00:18:44: Elektrofahrzeug zu einem fairen Preis und gescheit laden kannst. Es hat ja auch viel mit den Werten,
00:18:49: mit der Unternehmenskultur und der Haltung eines Unternehmens zu tun. Da
00:18:53: fällt die E Mobilität auf jeden Fall auch hinein. Wir haben ja vorher schon ein wenig geplaudert,
00:18:56: da ist immer wieder der Begriff „Popcorneffekt“ gefallen. Das ist so gut bei mir hängen
00:19:01: geblieben. Vielleicht magst du unseren Zuhörer:innen und Zuseher:innen noch mitgeben:
00:19:05: Was ist denn der Popcorneffekt? Ja, das ist so ein Begriff,
00:19:09: der kommt auch im Buch vor, wo man sagt: Wie erkennt man eigentlich einen vormaligen Hype
00:19:14: von einem Trend? Und du kannst ja den Hype Cycle nach Gartner nehmen. Ja, das ist nichts anderes:
00:19:19: Du hast eine technologische Errungenschaft, die passiert einmal von jetzt auf gleich und dann hast
00:19:23: du so diesen wahnsinnigen Hype und jeder möchte es haben und irgendwann kommt dann das Tal der
00:19:30: Enttäuschung und dann gibt’s halt das Plateau, den Pfad der Erleuchtung und die Produktivität.
00:19:36: Aber im Popcorneffekt ist es nichts anderes. Du hast in der Pfanne Körner, die erhitzt du. Da
00:19:40: passiert einmal gar nichts, ja und wenn wir uns überlegen: Das sind jetzt Fahrzeuge da drinnen.
00:19:45: Fahrzeuge, die vielleicht noch gar nichts können, aber wenn sie aufpoppen, werden
00:19:49: es Elektrofahrzeuge und wenn du sagst: Okay, am Anfang tut sich noch nichts, noch nicht viel, weil
00:19:53: die Außenhaut noch nicht heiß genug ist. Ich drehe jetzt heiß auf, jetzt poppt das erste Popcorn auf.
00:19:58: Ja, also in dieser Pfanne hast du plötzlich einen weißen Punkt. Dann gibt’s Leute und das war in
00:20:03: der Vergangenheit oft so, die gesagt haben: Ja gut, ein Popkörnchen ist eh nett, aber wir haben
00:20:07: so viele Probleme noch. Die wenden sich ab von dieser Pfanne und sind halt dann nicht dabei.
00:20:12: Aber die, die bei dieser Pfanne bleiben, sehen dann plötzlich: Hey, da kommt das nächste Popcorn,
00:20:17: das nächste Popcorn. Auf einmal ist diese Pfanne mit „Bop, bop, bop, bop, bop“ einfach einmal
00:20:21: voll. Und das sind die Leute, die bei dieser Transformation mitmachen und wie soll ich sagen,
00:20:26: mitpartizipieren können an dieser Energiewende. Es ist nichts anderes als zu erkennen: Was ist
00:20:32: ein Hype und was ist ein Trend? Und wir sind mittlerweile weg vom Hype. Es ist tatsächlich ein
00:20:37: Trend, der natürlich da bleibt. Und diese Firmen, die du vorher auch genannt hast, die Vorreiter
00:20:42: sind, wie die österreichische Post oder SAP, die zeigen, dass es funktioniert und die Pfanne, die
00:20:48: wird jetzt ganz schön aktiv, da poppt das Popcorn. Das nehmen wir auf jeden Fall mit.
00:20:51: Wir wechseln jetzt ein bisschen das Thema Richtung Flugrettung, wobei ganz so nicht,
00:20:54: aber wir sind ja heute hier am Standort der ÖAMTC Flugrettung im dritten Wiener Gemeindebezirk.
00:21:00: Das ist einer von 18 Flugrettungsstandorten, die aktuell mit Ladelösungen ausgerüstet werden. Was
00:21:07: ist denn das Besondere an diesem Projekt? Worauf muss man achten, wenn man an so einem, ich sag’s
00:21:11: jetzt ganz bewusst, sensiblen Standort, weil ja da der Helikopter auch landet, Ladelösungen baut?
00:21:16: Ja, genau. Es ist dasselbe Thema, das wir vorhin gehabt haben. Es geht darum:
00:21:20: Wir haben bei den Hangars natürlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
00:21:23: die ein privates Elektrofahrzeug haben. Wir haben dort eine PV Anlage am Dach und diesen Ökostrom
00:21:28: sinnvoll zu nutzen, in die Ladeinfrastruktur hineinzubringen und die Mitarbeiter können
00:21:32: bequem am eigenen Firmenstandort laden. Das Besondere dort ist natürlich,
00:21:36: dass wir keine öffentliche Ladeinfrastruktur dort hinbauen können. Wir wollen nicht, dass
00:21:39: die Leute dort am Hangar herumlaufen, das ist auch gefährlich. Aber es ist convenient,
00:21:43: es ist bequem für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eh schon einen
00:21:46: sehr anstrengenden Job haben natürlich und auch nicht unbedingt ums Eck wohnen. Also, das heißt:
00:21:51: Da sind wir wieder bei Scope 3. Wie kommen meine Mitarbeiter ins Unternehmen? Und das ist ein ganz
00:21:56: wichtiger Business Case, wo man sagt: Ja, ich kann es dem Mitarbeiter angenehm machen, dass er
00:22:00: wirklich sich keinen Kopf machen müssen, wenn er dann am Abend heimfahren möchte, dass er wirklich
00:22:05: ein vollgeladenes Fahrzeug am Firmenstandort vorfinden und einfach losfahren können, ja.
00:22:09: Zum Schluss unserer Episode habe ich noch eine sehr persönliche Frage an dich, und zwar:
00:22:13: Was bedeutet es für dich, die Mobilitäts und Energiewende aus eigener Kraft voranzutreiben?
00:22:19: Ja, es macht Spaß, ist das eine natürlich. Also ich würde jetzt gar nicht heroisch da denken, aber
00:22:23: es ist immer ein Teamwork. Man lernt natürlich im Team ganz viel dazu und es ist halt, wie gesagt,
00:22:30: sinnstiftend. Ja, wir machen nichts Bösartiges. Es ist eine Disruption, das muss man wissen. Es
00:22:34: ist Zerstörung von Altem hin zu Neuem und das ist natürlich spannend, da mit tun zu dürfen.
00:22:39: Und ich habe das Privileg, mit Leuten zu arbeiten, die das auch wollen und die auch Lösungen suchen
00:22:45: und da können wir natürlich gut unterstützen. Marcella, vielen lieben Dank für das ehrliche
00:22:49: und offene Gespräch rund um das Thema E Mobilität. Danke, Kathrin.
00:22:53: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass betriebliche Mobilität mehr ist als einfach
00:22:57: das richtige Fahrzeug zur richtigen Zeit. Es geht um Daten, es geht um Struktur und es geht um den
00:23:03: Mut zur Veränderung. Marcella Kral hat uns heute bestens veranschaulicht, wie der ÖAMTC mit Know
00:23:09: how, mit Partnerschaften und einer konsequenten Umsetzung elektrifizierende Impulse setzt.
00:23:15: Herzlichen Dank an alle Zuseher:innen und Zuhörer:innen fürs Dabeisein. Begleiten Sie
00:23:20: uns auf unserer Reise zur Mobilitätswende. Bis zum nächsten Mal bei WATTgoesON.
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